Über Jahre hinweg waren Abstimmbediengeräte - auch Clicker oder interaktive Abstimmungssysteme für Veranstaltungen genannt – ein übliches Werkzeug auf Kongressen, Versammlungen oder Sitzungen. Sie ermöglichten es den Teilnehmenden, Fragen zu beantworten oder abzustimmen, indem sie einen Knopf an einem zu Beginn der Sitzung ausgehändigten physischen Gerät drückten.
In den letzten Jahren sind diese Systeme jedoch gegenüber modernen Lösungen für Online-Abstimmungen über das Smartphone oder sogar über Terminalgeräte wie Totems veraltet.
In diesem Artikel analysieren wir, warum die Clicker verschwinden und welche Technologien sie ersetzen.
Abstimmbediengeräte: Wie sie funktionierten und warum sie erfolgreich waren
Ende der 2000er und Anfang der 2010er Jahre galten Abstimmbediengeräte als Synonym für Modernität. Jeder Teilnehmende erhielt ein kleines kabelloses Gerät mit nummerierten Tasten, das mit einem zentralen Empfänger verbunden war. Die Antworten wurden in Echtzeit auf dem Bildschirm angezeigt, was ein Gefühl von Beteiligung und Dynamik erzeugte.
Ursprüngliche Vorteile:
- Sie ersetzten die manuelle Auszählung.
- Sie ermöglichten schnelle Abstimmungen in großen Räumen
- Sie machten physische Urnen überflüssig.
Doch diese Technologie hat sich nicht im gleichen Tempo wie die aktuellen Anforderungen weiterentwickelt: Nachverfolgbarkeit, Prüfung, sicheres Abstimmen und digitale Zugänglichkeit.
2. Die Probleme der Abstimmbediengeräte
Mit der gesammelten Erfahrung begannen die Veranstalter, wichtige Einschränkungen zu erkennen, die diese Systeme heute in die Vergangenheit verweisen:
🔹 Fehlende Nachverfolgbarkeit und Transparenz
Die Abstimmbediengeräte zeichnen nicht nachvollziehbar auf, wer wie und wann abgestimmt hat. In ernsthaften Kontexten – wie Vereinsversammlungen oder internen Wahlen – bedeutet dies rechtliches Risiko und Anfechtungsmöglichkeiten, da die Abstimmung nicht geprüft werden kann.
🔹 Technische Fehler und logistische Einschränkungen
Die Clicker erfordern physische Empfänger, lokale Software und manuelle Synchronisation. Dies führt zu häufigen Zwischenfällen: Störungen, leere Batterien, nicht reagierende Geräte. Bei jeder Veranstaltung müssen dutzende oder hunderte Geräte transportiert, nummeriert, verteilt und wieder eingesammelt werden.
🔹 Verzögerungen und operative Komplexität
Die vorherige Einrichtung kostet Zeit: Tests, Kalibrierungen, Verteilung. Geht ein Gerät verloren oder fällt ein Kanal aus, wird die Auszählung blockiert. Das Ergebnis ist ein Verlust an Flüssigkeit, der den Übergang zu digitalen Lösungen vorangetrieben hat.
🔹 Schlechte Erfahrung für die Wählenden
Die Teilnehmenden müssen Anweisungen zur Nutzung des Geräts erhalten, das nicht immer intuitiv oder einfach für ältere Personen ist. Die Verwendung von Smartphones oder Tablets – Geräte, die wir täglich nutzen – beseitigt dagegen Barrieren und den Schulungsbedarf, vorausgesetzt, das verwendete Abstimmungstool ist benutzerfreundlich und intuitiv.
🔹 Fehlende Barrierefreiheit und digitale Aufzeichnung
Traditionelle Systeme erzeugen keine exportierbaren elektronischen Aufzeichnungen, was die Prüfung der Ergebnisse, die Einhaltung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und die automatische Erstellung von Berichten verhindert. Früher dachte man, dass die Prüfbarkeit zugunsten des geheimen Charakters der Abstimmung aufgegeben werden müsse. Moderne Kryptografie ermöglicht jedoch, das Geheimnis und die Nachverfolgbarkeit der Abstimmung gleichzeitig zu gewährleisten, mit den sogenannten End-to-End-verifizierbaren Systemen.
3. Der Wandel: Vom Gerät zum Smartphone
Die Digitalisierung von Abstimmungen hat die Verwaltung kollegialer Entscheidungsprozesse vollständig verändert. Heutzutage ist es sowohl bei Berufsversammlungen als auch bei Firmen- oder Sportveranstaltungen üblich, über Smartphone, Tablet oder Laptop abzustimmen.
Vorteile der Abstimmung per Smartphone:
- Keine zusätzliche Hardware: Die Teilnehmenden verwenden ihr eigenes Gerät (BYOD-Modell)
- Höhere Nachverfolgbarkeit und Prüfung: Jede Stimme wird verschlüsselt, digital signiert und protokolliert.
- Sofortige Einrichtung: Keine Kabel, Empfänger oder physische Verteilung erforderlich.
- Remote-Support: Die Veranstalter erhalten Online-Unterstützung und überwachen die Ergebnisse in Echtzeit.
- Sofortige und exportierbare Ergebnisse: Listen, Diagramme und automatische Protokolle.
Außerdem ermöglichen Lösungen wie Kuorum die Abstimmung sogar im Kiosk- oder Totem-Modus für Nutzer ohne Smartphone und gewährleisten so volle Barrierefreiheit.
4. Sicherheit, Rechtskonformität und Barrierefreiheit: Der neue Standard
Abstimmbediengeräte waren nie für regulierte Umgebungen oder offizielle Wahlen konzipiert. Heutzutage verlangen sowohl die spanischen als auch die europäischen Vorschriften Garantien, die nur die elektronische Abstimmung bieten kann:
- Einhaltung der DSGVO (Verordnung EU 2016/679).
- Ende-zu-Ende-Verschlüsselung (E2E).
- Verifizierbare Ergebnisprüfung gemäß dem Europarat.
- Eindeutige Identifizierung der Wählenden und Protokollierung der Aktivitäten.
- Inklusives und zugängliches Design gemäß den W3C-Prinzipien.
Während Clicker geschlossene und nicht prüfbare Systeme sind, bieten digitale Plattformen Transparenz, Sicherheit und Nachverfolgbarkeit. Außerdem ermöglicht ihr inklusives Design, dass ältere Personen oder solche mit wenig digitaler Erfahrung problemlos über PIN, SMS oder persönliche Unterstützung abstimmen können.
5. Vergleich: Abstimmbediengeräte vs. digitale Abstimmung
6. Zurück in die Zukunft
Die Pandemie hat die Digitalisierung von Versammlungen und Veranstaltungen beschleunigt. Was als Notwendigkeit begann, hat sich aufgrund von Effizienz, Nachhaltigkeit und Transparenz als Standard etabliert.
Heutzutage ist die Organisation einer Abstimmung mit Clickern so, als würde man Folien projizieren, anstatt einen digitalen Bildschirm zu nutzen. Organisationen, die auf moderne Online-Abstimmung -Tools setzen, sparen Zeit und Kosten und gewinnen gleichzeitig Vertrauen und Nachverfolgbarkeit.
Fazit
Abstimmbediengeräte waren in ihrer Zeit eine gute Idee, doch ihre Ära ist vorbei. Die natürliche Weiterentwicklung sind digitale Plattformen, die Abstimmungen von jedem Gerät – Smartphone, Laptop oder Totem – mit allen rechtlichen und technischen Garantien ermöglichen.
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