Menorca gestaltet gemeinsam einen Plan gegen Wohnungsnot

Der Inselrat von Menorca befand sich an einem entscheidenden Punkt. Nach der erfolgreichen Durchführung mehrerer Projekte zur demokratischen Beteiligung wollte er einen Prozess zum Thema Wohnen in Gang setzen. Da es sich um ein komplexes Thema handelte, war es notwendig, sowohl technologische als auch den strategischen Teil zu professionalisieren, um die Qualität der Beiträge zu verbessern. Es wurde ein partizipativer Prozess entworfen, der eine vorherige Situationsanalyse, Schulungsmaßnahmen, Kommunikationsmaßnahmen und Präsenzworkshops umfasste. So gelang es, einen wertvollen Gedankenaustausch mit den Bürgern zu erreichen. Schließlich verpflichtete sich der Inselrat, einige der vorgeschlagenen Maßnahmen umzusetzen, und gab dies in einer Pressekonferenz bekannt.

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Kuorum stellte die digitale Beteiligungsplattform und die fachkundige Beratung bereit, die diesen Prozess erst möglich machten. Zunächst begannen der Inselrat und das Kuorum-Team mit einer vorherigen Situationsanalyse. Die verfügbaren Ressourcen wurden ermittelt und eine Karte der von dem Thema Wohnen betroffenen Akteure erstellt. Zudem wurden die Gruppen identifiziert, die als treibende Gruppe fungieren sollten, und zu einem Präsenztreffen eingeladen. Anschließend wurde ein Kommunikationsplan mit messbaren Meilensteinen für die kommenden Monate erstellt.

„Es handelt sich um ein komplexes Thema, daher war es notwendig, möglichst viele Meinungen einzuholen“
Nahaufnahme eines Schlüssels, der aus dem Schloss einer halb geöffneten Tür hängt, um das Wohnungsproblem auf Menorca zu veranschaulichen.

Nach Abschluss der Analysephase begann der partizipative Prozess mit einer Wahrnehmungsumfrage zu den Ursachen der Ausgrenzung von Bewohnern. Solche Umfragen sind sehr nützlich, um das Thema bekannt zu machen und gleichzeitig zahlreiche E-Mail-Adressen interessierter Bürgerinnen und Bürger zu erfassen. Nach Abschluss der Umfrage wurden die Teilnehmenden zu einer Auftaktveranstaltung eingeladen, bei der die Ergebnisse der Befragung mit der Realität der Wohnungsproblematik auf der Insel verglichen wurden. Auf diese Weise erhielten die Teilnehmenden indirekt eine Schulung, die sie für die nächste Phase des Prozesses qualifizierte: die Online-Diskussion.

In dieser neuen Phase wurden die Maßnahmen zur Verbreitung in eigenen und externen Medien gestartet (Facebook Ads, Presse, Radio, Fernsehen, Plakatwerbung usw.). Online-Diskussionen sind stets schwer zu moderieren. Daher wurden zusätzlich zur traditionellen Öffentlichkeitsarbeit Workshops an Schulen und Universitäten durchgeführt, um Beiträge der Studierenden mithilfe von Kreativitäts- und Konsolidierungstechniken zu sammeln.

Nach Abschluss der Beratungen wurden die besten Vorschläge, die über die Beteiligungswebsite eingegangen waren, ausgewählt. Anschließend wurde ein letzter Workshop organisiert, um diese mithilfe einer Technik namens Innovations-Canvas zu festigen. Kuorum erstellte einen Abschlussbericht mit den Erkenntnissen des Projekts. Der Fall Menorca ist ein gutes Beispiel dafür, wie ein so komplexes Thema wie Wohnen offen mit der Bürgerschaft bearbeitet werden kann, wenn der partizipative Prozess gut gestaltet ist – in diesem Fall inklusive vorheriger Analyse, Wahrnehmungsumfrage, Online-Diskussion und verschiedener Workshops mit professionellen Moderatoren.

Abschließend stellte der Inselrat die übernommenen Verpflichtungen zu einigen der Bürgerinnen- und Bürgervorschläge in einer Pressekonferenz vor. Laut der Wohn- und Beteiligungsrätin Cristina Gómez „ist es dem Inselrat von Menorca gelungen, gemeinsam mit der Bürgerschaft an einem für die Insel relevanten Problem zu arbeiten, die Schulung der Beschäftigten im öffentlichen Dienst zu stärken, ein segmentiertes Beteiligungsregister aufzubauen und neue Techniken für die Durchführung partizipativer Prozesse zu erlernen“. Projekte wie dieses sind in den innovativsten Gemeinden und Regionalregierungen, wie der Stadt Wien, Toledo oder Manchester, üblich. Für weitere Informationen zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren.

Verstärkte Beteiligung
Keine Vorfälle
Von jedem Gerät aus
Erfahrungen der Wähler

„Es gelang ein sehr wertvoller Ideenaustausch“

Cristina Gómez
Cristina Gómez
Zweite Vizepräsidentin des Consell Insular de Menorca
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